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Ab 2018: Förderantrag immer vor Umsetzung stellen

30.08.2017

Ab 2018: Förderantrag immer vor Umsetzung stellen

Geändertes BAFA-Antragstellungsverfahren für Privatpersonen


Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat das Antragsverfahren des Marktanreizprogramms (MAP) überarbeitet. Ab dem 01.01.2018 muss der Förderantrag einheitlich für alle vor Beginn der Maßnahme gestellt werden. Der Antrag muss dann schon eingereicht sein, bevor der Auftrag zur Errichtung einer Pelletheizung bzw. Solaranlage erteilt wurde. Planungsleistungen dürfen aber bereits vor Antragstellung beauftragt und erbracht werden. Mit der Vereinheitlichung soll das Verfahren für Antragsteller noch klarer und transparenter werden. Änderungen der MAP-Förderrichtlinie zu den Förderanforderungen oder Fördersummen wurden nicht vorgenommen, sodass Verbraucher weiterhin mit attraktiven staatlichen Zuschüssen rechnen können!


Ab 2018 entfällt die Unterscheidung des sogenannten einstufigen Verfahrens für Anträge von Privatpersonen, die den Antrag bisher erst nach Errichtung der Anlage stellen mussten. Für alle Antragsteller (ob Privatperson oder Unternehmen) gilt dann das zweistufige Verfahren, das die Antragstellung bereits vor Durchführung der Maßnahme vorsieht. Für Förderfälle bis zum Jahresende gilt eine Übergangsfrist.
Wir geben Ihnen hier einen Überblick über die wichtigsten Fragen zur MAP-Änderung.

Was genau beinhaltet die Neuregelung?
Für alle Anlagen, die bis zum 31.12.2017 in Betrieb genommen werden, darf noch nach dem alten Verfahren eine Förderung beantragt werden – also im Anschluss an die Inbetriebnahme. Die Neunmonatsfrist ist weiterhin einzuhalten. Das einstufige Antragsverfahren für Privatpersonen läuft damit am 30.09.2018 vollständig aus.
Alle Anlagen, die ab dem 01.01.2018 in Betrieb genommen werden, unterliegen dem zweistufigen Antragsverfahren. Für sie muss also ausnahmslos vor der Auftragsvergabe der Förderantrag gestellt werden.

Gilt das neue Verfahren auch für Anlagen, die schon 2017 beauftragt wurden?
Maßgeblich ist der Zeitpunkt der Inbetriebnahme. Wird eine Anlage nach dem Jahreswechsel in Betrieb genommen, hätte der Antrag vor Auftragsvergabe gestellt werden müssen – auch, wenn der Auftrag vor dem Jahreswechsel erteilt wurde.

Was passiert, wenn meine Anlage 2017 beauftragt wurde und ich nichts von den geänderten Bedingungen wusste?
Auch hier ist das Datum der Inbetriebnahme maßgeblich: Erfolgt diese noch im Jahr 2017, hat der Kunde wie gewohnt neun Monate Zeit für die Antragstellung.
Bei Inbetriebnahme ab 2018 entfällt die Förderung jedoch, wenn der Förderantrag nicht vor Auftragsvergabe gestellt wurde.
Projekte, bei denen vor Auftragsvergabe kein Förderantrag gestellt wurde, müssen also unbedingt bis 31.12.2017 In Betrieb genommen werden, um die Förderfähigkeit nicht zu verlieren!

Wie gehe ich vor, wenn eine Inbetriebnahme vor 2018 nicht garantiert werden kann?
In diesem Fall sollte der Antrag in jedem Fall vor der Auftragsvergabe gestellt werden, um auf Nummer sicher zu gehen bzw. nicht zum Jahresende unter Zeitdruck zu geraten.
Darüber hinaus hat das BAFA für solche Fälle eine gesonderte Regelung und ein Formular erstellt. Diese finden Sie hier

Welche Formulare muss man künftig verwenden?
Das BAFA muss die Neuregelung noch umsetzen. Ob und inwiefern dies Änderungen an den Antragsunterlagen beinhaltet, ist noch unklar. Das BAFA prüft derzeit noch die notwendigen Schritte. Sobald die Informationen verfügbar sind, informieren wir Sie natürlich.

Wie funktioniert das zweistufige Antragsverfahren?
Nach aktuellem Kenntnisstand soll die Antragstellung dann online in zwei Schritten erfolgen.
Vor Maßnahmenbeginn muss sich der Kunde online registrieren und erhält dann eine elektronische Eingangsbestätigung mit persönlicher Registriernummer. Mit der Realisierung der Maßnahme kann dann begonnen werden.

Nach Umsetzung der Maßnahme und innerhalb von sechs Monaten nach der Registrierung muss der Antragsteller seine relevanten Daten im Online-Portal eingeben und an das BAFA übermitteln. Das über dieses Portal anschließend erzeugte Antragsformular muss er ausdrucken, unterschreiben und mit allen Rechnungen hochladen. Alternativ können diese Unterlagen auch postalisch eingereicht werden.
Für die zu fördernden Maßnahmen muss eine Einzelrechnung vorgelegt werden aus der die Material- und Lohnkosten für die jeweilige Maßnahme/n ersichtlich ist/sind. Gewerbliche Antragsteller reichen zusätzlich die De-minimis-Erklärung ein. Dieses Formular erhalten sie bei der Antragstellung.

Die Förderung wird ausgezahlt, wenn der vollständige Verwendungsnachweis eingegangen ist und geprüft wurde. Der Verwendungsnachweis wird innerhalb von sechs Monaten nach der Registrierung an das BAFA gesendet.

Gibt es weitere Änderungen?
Nein, alle anderen Regelungen bleiben unverändert. Bei technischen Anforderungen, Fördersätzen etc. bleibt alles beim Alten. Nähere Infos zu den Fördersummen finden Sie stets aktuell hier

Die Änderung der MAP-Förderrichtlinie finden Sie im Bundesanzeiger.
Weiterführende Infos finden Sie auch direkt auf der BAFA-Seite hier.

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