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zum Heizen mit Pellets & Solar
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Fragen und Antworten zum Thema Pellets:
1. Warum soll ich mit Pellets heizen?
2. Was genau sind eigentlich Pellets?
3. Gefährde ich mit Holzpellets den Wald?
4. Ist die Versorgung mit Holzpellets auch weiterhin gewährleistet?
5. Müssen sich Verbraucher auf höhere Preise einstellen,
wenn die Nachfrage nach Holzpellets fortlaufend so stark wächst?
6. Richtet sich der Pelletspreis nach dem Ölpreis?
7. Wie hoch ist der Energieaufwand bei der Pelletierung und beim Transport?
8. Woran erkennt man die Qualität von Pellets?
9. Wie groß ist der Heizwert von Pellets?
10. Welche Pellets-Lagermöglichkeiten stehen mir zur Verfügung?
11. Wie lange kann man Pellets lagern?
12. Unter welchen Umständen verlieren Pellets in meinem Lager an Qualität?
13. Entstehen beim Verbrennen von Holzpellets Emissionen?
14. Warum soll ich als Heizungsfachbetrieb meinen Kunden eine Pelletsheizung anbieten?
Fragen und Antworten zum Thema Solar:
1. Muss meine Solaranlage separat versichert werden?
2. Was bringt eine Solaranlage der Umwelt?
3. Ist die Installation einer Solaranlage für mich wirtschaftlich?
4. Arbeitet die Solaranlage auch bei Bewölkung?
5. Wenn mal keine Sonne scheint - wird dann kalt geduscht?
6. Kann ich mit der Sonnenenergie auch heizen oder dient die Anlage nur zur Warmwasserbereitung?
7. Wie effizient sind Solaranlagen bei Brauchwasser und Heizung?
8. Welche baulichen Standards muss mein Haus für die Nutzung einer Solaranlage erfüllen?
9. Muss die Solaranlage händisch bedient oder geregelt werden?
10. Wie lange dauert der Einbau?
11. Können die Rohrleitungen auch nachträglich verlegt werden?
12. Wie wartungsintensiv ist eine Solaranlage?
13. Ist der Kollektor gegen Beschädigung geschützt?
14. Kann ich den Warmwasserboiler weiter verwenden?
1. Warum soll ich mit Pellets heizen?
Kurz gesagt aus ökologischen, ökonomischen und ideellen Gründen.
Holzpellets verbrennen CO2-neutral, d. h. sie stoßen bei ihrer Verbrennung genau das an CO2 aus, was der Baum zuvor aus der Luft aufgenommen und wieder zu Sauerstoff umgewandelt hat.
Heizen mit Holzpellets ist dauerhaft günstig. Da der Preis nicht an den Ölpreis gekoppelt ist, sondern sich marktgerecht aus Nachfrage und Angebot ergibt, ist er planbar und zur Zeit rund 50 Prozent günstiger als Heizöl.
Holz ist ein regionaler Rohstoff und die Holzpelletsindustrie deutschlandweit ausgebaut. Daraus ergeben sich mehrere Vorteile für den Verbraucher: Er unterstützt die regionale Wirtschaft und fördert Arbeitsplätze. Im Gegensatz zu Öl, das verstärkt aus Krisengebieten wie dem Nahen Osten geliefert wird oder im Vergleich zu Gas, bei dessen Lieferung der Verbraucher ebenso von politischen Entscheidungen im Ausland abhängig ist, heizen Besitzer von Pelletsheizungen mit einem sicheren Brennstoff.
Das Beste an einer Pelletsheizung: Bei all diesen Vorteilen bietet sie den gleichen Komfort wie eine Öl- oder Gasheizung und kann zudem flexibel eingesetzt werden: sowohl im Einfamilien- sowie im Gewerbe- und Industriebereich. Eine Pelletsheizung ist immer die passende Lösung.
2. Was genau sind eigentlich Pellets?
Holzpellets sind kleine, zylindrische Presslinge aus trockenem, naturbelassenem Restholz (Säge- und Hobelspäne) aus der Sägeindustrie.
Sie haben einen Durchmesser von 6 mm und eine Länge von 10 bis 25 mm. Sie werden unter hohem Druck gepresst - ohne chemische Bindemittel - und haben einen extrem niedrigen Wassergehalt. Holzpellets werden in Kilogramm angeboten. 1 m³ Pellets hat ein Gewicht von 650 kg.
Zum Vergleich:
2 kg Pellets >> ca. 1 Liter Öl
1 m³ Pellets >> ca. 320 Liter Öl
3. Gefährde ich mit Holzpellets den Wald?
Nein.
Zur Herstellung von Holzpellets werden ausschließlich Reste aus der Holzverarbeitung verwendet. In der Sägeindustrie zum Beispiel bleiben von jedem verarbeiteten Baum bis zu 35 Prozent in Form von Spänen und Sägemehl ungenutzt. Dieser Anteil kann für die Pelletsproduktion verwendet werden. Darüber hinaus ist Holz ein erneuerbarer Rohstoff und Deutschland, zum Beispiel, hat mit rund 3,6 Mrd. m³ die größten Holzvorkommen in Europa. Jährlich wachsen weitere 120 Mio. m³ Holz hinzu. Lediglich rund 70 Prozent des Holzes, das jährlich nachwächst, wird überhaupt wirtschaftlich genutzt und nicht einmal 5 Prozent in Form von Pellets. Zudem sorgt eine gesetzlich vorgeschriebene, nachhaltige Forstwirtschaft dafür, dass eine Übernutzung der Wälder ausgeschlossen ist.
4. Ist die Versorgung mit Holzpellets auch weiterhin gewährleistet?
Durch breit gestreute Produktions- und Handelsstrukturen sind Pellets bundesweit flächendeckend verfügbar.
Mit einer Produktion von 1,75 Mio. t im Jahr 2010 ist Deutschland nach den USA weltweit das Land mit der höchsten Produktionsrate. Die heimischen Pelletierer erzeugen weiterhin mehr Pellets als tatsächlich im Inland verbraucht werden, 2010 waren es zwei Drittel der Produktion. Die Restmengen werden zurzeit exportiert. Einhergehend mit der Zahl an Produktionsstätten hat sich ein Netz von mittlerweile über 300 Pelletshändlern entwickelt.
Informationen zur Versorgungssicherheit in Österreich: proPellets Austria
Informationen zur Nutzung von Holzpellets in der Schweiz: proPellets Schweiz
5. Müssen sich Verbraucher auf höhere Preise einstellen, wenn die Nachfrage nach Holzpellets fortlaufend so stark wächst?
Die Pelletsproduzenten investieren für die Zukunft.
Die Produktionskapazität der deutschen Pelletierer erhöht sich stetig. Mit neuen Investitionen stärken sie sich für die steigende Nachfrage. Momentan werden etwa 30 Prozent der Produktionsmengen ins Ausland exportiert. Die Versorgungssicherheit ist deshalb auch für die nächsten Jahre gegeben.
Wie alle Energiemärkte unterliegt auch der Pelletspreis gewissen Schwankungen. Der Pelletsmarkt ist jedoch dank der vielfältigen Angebotsstruktur transparent und zeigt sich dadurch sehr verbraucherfreundlich. Der Pelletspreis ist seit gut zehn Jahren auf einem stabilen Preisniveau geblieben im Gegensatz zu fossilen Energieträgern wie Öl oder Gas. In den letzten acht Jahren stieg der Ölpreis auf den doppelten Preis, der Pelletspreis stieg im Vergleichszeitraum um weniger als 20 Prozent an.
Allgemein gilt die Empfehlung, die Pelletslager im Sommer zu füllen, da der Preis im Winter meist höher als in den Sommermonaten ist.
6. Richtet sich der Pelletspreis nach dem Ölpreis?
Der Pelletspreis ist nicht an den Ölpreis gekoppelt und richtet sich nach Angebot und Nachfrage.
In den letzten Jahren zeigte der Pelletspreis eine stabile Entwicklung und ist derzeit sogar rund 50 Prozent günstiger als Heizöl. Die Unabhängigkeit von Börsenspekulationen oder internationalen Krisen, die beispielsweise beim Handel von fossilen Energieträgern üblich sind, stellt eine weitere Sicherheit für die Preisstabilität der Holzpellets dar.
Klimaneutrales Heizen wird vom Staat belohnt und jedem, der auf eine Pelletsheizung umsteigt stehen Fördermittel von mindestens 2.000 Euro zur Verfügung. Der günstige Brennstoff Pellets amortisiert innerhalb weniger Jahre die Anschaffung einer neuen und modernen Pelletsheizung.
Pelletspreis in Österreich>>
7. Wie hoch ist der Energieaufwand bei der Pelletierung und beim Transport?
Der Energieaufwand für die Herstellung von Pellets beträgt nur ca. 2,5 Prozent des Heizwertes der Pellets.
Im Vergleich dazu beträgt der Energieaufwand für Heizöl etwa 12 Prozent, für Flüssiggas etwa 14,5 Prozent.
8. Woran erkennt man die Qualität von Pellets?
Für Pellets gibt es seit Januar 2010 das ENplus-Gütesiegel, um eine effiziente und umweltschonende Betriebsweise der Pelletsheizanlagen zu garantieren.
So geben trockene Pellets wesentlich mehr Energie ab, als solche mit einem hohen Feuchtegehalt. Zudem kann die Verbrennungstechnik durch normierte Pellets sehr genau eingestellt und so der Energieinhalt der Pellets bis zu 95 Prozent genutzt werden. Wer mit qualitativ hochwertigen Pellets heizt, muss zudem weniger Reinigungsaufwand betreiben.
Die neue Norm sorgt mit ihren strengen Grenzwerten europaweit für eine einwandfreie Pelletsqualität. Erstmals wird dabei die gesamte Bereitstellungskette von der Produktion bis zur Lieferung beim Endkunden überwacht und damit ein hoher Verbraucherschutz garantiert. Hierin sind neben dem Heizwert auch der Wassergehalt, der Ascheanteil, Länge und Durchmesser und andere Kriterien definiert. Achten Sie deshalb beim Kauf auf die Kennzeichnung der Pellets mit ENplus- und DINplus-Gütesiegel – die entsprechenden Qualitätskriterien sind für geprüfte Hersteller verbindlich!
9. Wie groß ist der Heizwert von Pellets?
Der Heizwert von Pellets ist mit 4,9 kWh/kg genormt.
Der Heizwert von einem Liter Heizöl extra leicht beträgt 10kWh/l und der von 1 m³ Erdgas ebenfalls 10kWh. Daher gilt: 2 kg Pellets ~ 1 Liter Heizöl extraleicht ~ 1 m³ Erdgas. Im Preisvergleich schneiden Pellets deutlich günstiger als Öl und Gas ab: der durchschnittliche Energiepreis für 1 kWh beträgt derzeit bei Pellets in Deutschland etwa 4,8 Cent, bei Heizöl 8,8 und bei Flüssiggas ganze 10,6 Cent.
10. Welche Pellets-Lagermöglichkeiten stehen mir zur Verfügung?
Es gibt grundlegend zwei Möglichkeiten: Ein Gewebetank aus hochwertigem Polyestergewebe oder einen Pellets-Lagerraum.
Beide Varianten kann man mit einem kostengünstigen Schneckenentnahmesystem bestücken, wenn das Lager unmittelbar neben dem Pelletskessel liegt, oder mit einem Vakuumsaugsystem ausstatten, wenn sich das Lager in einem weiter entfernten Raum befindet.
Der Gewebetank ist einfach und schnell montiert, kostengünstig und dazu staubdicht. Das Gewebe ist aber dennoch luftdurchlässig und somit ist der Tank die perfekte Lagermöglichkeit für Pellets. Ist er gegen Sonne und Regen geschützt, so kann er sogar außerhalb des Hauses aufgestellt werden. Innovative Gewebetanks wie der ÖkoFEN FleXILO COMPACT haben dazu noch 60 Prozent mehr Lagerkapazität bei gleichem Platzbedarf.
Die Lieferung von Pellets erfolgt mit dem Tankwagen, von dem aus die Pellets mittels Druckluft in den Lagerraum bzw. Tank eingeblasen werden. Im Gegensatz zu Öl verursachen Pellets dabei keine Geruchsbelästigung und werden sauber und gewohnt komfortabel gelagert.
Zu den ÖkoFEN Lager- und Fördersystemen>>
11. Wie lange kann man Pellets lagern?
Bei trockener Lagerung sind Pellets unbegrenzt lagerbar.
12. Unter welchen Umständen verlieren Pellets in meinem Lager an Qualität?
Nicht nur die Pellets selbst sollten hochwertig sein, sondern auch die Ausstattung und Gestaltung des Lageraums.
Die Wände, der Boden und die Decke des Lagers müssen deshalb absolut trocken sein, da die Holzpresslinge sonst aufquellen und zerfallen können. Feuchte Pellets können zu Funktionsstörungen beim Transport vom Lager in den Pelletskessel sowie beim Verfeuern führen.
Bei einem eigenen Pellets-Lagerraum muss dieser immer über einen glatten Schrägboden mit mindestens 45 Grad Neigung verfügen. Ist kein Schrägboden vorgesehen, die Neigung zu gering oder die Oberfläche zu rau, bildet sich ein Keil mit Pellets. Die darüber liegenden Pellets gleiten über die verbleibenden hinweg, somit wirken die verbleibenden Holzpresslinge wie ein Sieb.
13. Entstehen beim Verbrennen von Holzpellets Emissionen?
Keine Verbrennung läuft ohne Emissionen ab.
Pelletsheizungen verbrennen aber CO2-neutral, da nur so viel Kohlendioxid freigesetzt wird, wie der Baum zuvor im Wachstum aufgenommen hat und auch bei der natürlichen Verrottung abgeben würde. Der CO2-Ausstoß ist also sehr gering.
Zudem unterbieten Pelletsheizungen schon jetzt die Grenzwerte für Feinstaub der verschärften Bundes-Immissionsschutzverordnung (BImSchV) für 2020 bei Weitem. Verbrennungsüberwachung, automatische Brennstoffzuführung und Luftregelung führen - zusammen mit dem genormten, trockenen Brennstoff aus naturbelassenem Holz ohne Zusatzstoff - dazu, dass Pelletsheizungen schon heute ohne Filter diese strengen Kriterien einhalten können.
14. Warum soll ich als Heizungsfachbetrieb meinen Kunden eine Pelletsheizung anbieten?
Von der Investition in ein neues Heizsystem profitiert man über 15 bis 20 Jahre – der Verbraucher möchte ein zukunftsfähiges Heizsystem mit kalkulierbaren Brennstoffkosten.
Mit einem zusätzlichen Produktangebot bieten Sie Ihren Kunden mehr Auswahl und dadurch mehr Attraktivität. Im weiteren Schritt, durch eine Spezialisierung auf Pelletsheizungen beispielsweise, schaffen Sie sich sogar ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber Ihren Wettbewerbern im näheren Umfeld. Als Spezialist für Regenerative Brennstoffe können Sie sich einen erweiterten Kundenkreis aufbauen.
Pelletsheizungen sind flexibel einsetzbar und für jedes Wärmesystem geeignet. Ob für Radiatoren-, Wand- oder Fußbodenheizung, für Einfamilienhäuser oder Gewerbebauten. Für Gebäude ohne Keller oder wenn der vorhandene Platz als wertvolle Wohn- oder Lagerfläche genutzt werden soll, bietet ÖkoFEN die fertig vorinstallierte Heizzentrale zur Außenaufstellung.
Die Systemlösungen von ÖkoFEN mit dem variablen Pelletskessel, dem darauf abgestimmten Solarkollektor und dem passenden Multi-Express-Speicher vereinfachen jedem Heizungsfachbetrieb die Planung, verkürzen durch vorinstallierte Komponenten die Montagezeit und gewährleisten deren Kunden ein funktionierendes, einheitliches System. Das flächendeckende Kundendienstnetzwerk von ÖkoFEN garantiert kurze Anfahrtswege und einen schnellen Service.
1. Muss meine Solaranlage separat versichert werden?
Nein.
Melden Sie die Solaranlage umgehend bei ihrer Hausratsversicherung an, damit diese in den Versicherungsschutz (indirekter Blitzschlag; betrifft vor allem die elektrische Steuerung und Glasbruch) aufgenommen wird. Bei den meisten Versicherungen ist keine Prämienerhöhung nötig.
2. Was bringt eine Solaranlage der Umwelt?
Mit einer Solaranlage tragen Sie aktiv und erheblich zum Klimaschutz bei.
Ein Beispiel: Eine Solaranlage mit 6 m² Kollektorfläche und 300 Liter Solarspeicher erzeugt in 25 Jahren 60.000 kWh Energie für die Warmwasserbereitung. Dadurch wird der Umwelt 1 Tonne CO2-Emissionen pro Jahr erspart. Mit 15 m² Kollektorfläche und 1.000 Liter Solarspeicher werden 120.000 kWh Energie für Warmwasser und Raumheizung erzeugt. Die Umwelt profitiert von 2 Tonnen weniger pro Jahr an CO2-Emissionen, das entspricht den Emissionen von einem Jahr Autofahren (mit einem Mittelklassewagen, 12.000 km Fahrleistung).
3. Ist die Installation einer Solaranlage für mich wirtschaftlich?
Mit Solarkollektoren tun Sie nicht nur der Umwelt etwas Gutes, sondern Sie entlasten die Haushaltskasse erheblich, denn Sie heizen mit der kostenlosen Sonnenenergie.
Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gewährt beim Umstieg noch bis zum 31.12.2011 erhöhte Förderzuschüsse von 120 statt 90 Euro für jeden Quadratmeter Kollektorfläche. Bei Kombination mit einer Pelletsheizung kann zusätzlich der Kombinationsbonus von 600 Euro beantragt werden (ab 01.01.2012 nur noch 500 Euro). Nähere Infos finden Sie unter www.bafa.de.
Informationen zu Förderungen in Österreich>>
Informationen zu Förderungen in der Schweiz>>
4. Arbeitet die Solaranlage auch bei Bewölkung?
Ja.
Im Vergleich zu einem sonnigen Tag steht der Solaranlage an einem bewölkten Tag im Sommer immer noch bis zu 80 Prozent der Strahlung zur Verfügung, da sie auch die diffuse Strahlung (von den Wolken reflektiert) nützt. An einem bewölkten Wintertag sind es immerhin noch 25 Prozent der Strahlung eines Sonnentages.
5. Wenn mal keine Sonne scheint - wird dann kalt geduscht?
Das solar erwärmte Wasser wird in einem Speicher gesammelt, der doppelt so viel speichern kann wie der tägliche Warmwasserbedarf der gesamten Familie beträgt.
Reicht die Wärme aus der Sonneneinstrahlung nicht mehr aus, um den Bedarf zu decken, schaltet ein Sensor die Pelletsheizung zu.
6. Kann ich mit der Sonnenenergie auch heizen oder dient die Anlage nur zur Warmwasserbereitung?
Die Solaranlage stellt im allgemeinen etwa 70 Prozent Ihres Warmwassers mit Hilfe der Sonne bereit. Dafür benötigen Sie rund 1,5 m² Kollektor pro Person im Haushalt. Die genaue Größe richtet sich nach Ihrem individuellen Warmwasserverbrauch, d.h. ob Sie eher duschen, Wannenbäder nehmen oder gar einen Whirlpool besitzen. Wird die Solaranlage größer ausgelegt, können Sie im Frühling und Herbst auch mit der Sonne heizen.
7. Wie effizient sind Solaranlagen bei Brauchwasser und Heizung?
Bis zu 70 Prozent des jährlichen Warmwasserbedarfs eines Haushaltes kann eine Solaranlage aus Solarenergie bereitstellen.
Bei der Raumheizung kann je nach Wärmedämm-Standard des Gebäudes und Auslegung der Solaranlage immerhin etwa 30 Prozent der jährlichen Heizenergie gedeckt werden. Einzige Voraussetzung: ein Dach oder eine Fassade, die nach Süden zeigen. Den verbleibenden Energiebedarf liefert die Heizung im Keller. Besonders mit Pelletsheizungen lässt sich eine Solaranlage gut kombinieren. Der benötigte Pufferspeicher wird von beiden genutzt, die Effizienz des gesamten Heizsystems verbessert.
8. Welche baulichen Standards muss mein Haus für die Nutzung einer Solaranlage erfüllen?
Prinzipiell kann eine Solaranlage in jedem Baubestand genutzt werden.
Jede ganzjährig unbeschattete Dachfläche, die nicht mehr als 45 Grad von Süden abweicht, ist prinzipiell für Solaranlagen geeignet. Auch südseitige Fassaden eignen sich sehr gut als Fläche für Solaranlagen.
9. Muss die Solaranlage händisch bedient oder geregelt werden?
Nein.
Bei Inbetriebnahme wird der Regler vom Handwerker fachmännisch eingestellt, danach sind keinerlei Eingriffe mehr nötig. Die Anlage läuft vollautomatisch.
10. Wie lange dauert der Einbau?
Eine standardisierte Solaranlage ist im Neubau in einem Tag komplett installiert.
Meist werden Kollektoren, Speicher und Solarkreiskomponenten im Set angeboten. Dies ist kostengünstiger und erleichtert dem Monteur die Arbeit. Bei der Montage kann so praktisch kein Fehler mehr gemacht werden.
11. Können die Rohrleitungen auch nachträglich verlegt werden?
Vom Kollektorfeld bis zum Heizraum werden zwei speziell wärmegedämmte Rohrleitungen verlegt. Bei nachträglichem Einbau werden diese entweder in einem freien Kamin oder Lüftungsschacht oder in einem eigenen „Regen-Fallrohr“ an der Außenwand verlegt.
12. Wie wartungsintensiv ist eine Solaranlage?
Alle drei Jahre sollte die Solaranlage auf Frostsicherheit geprüft werden.
Dabei wird auch der pH-Wert der Solarflüssigkeit geprüft, um eine möglichst lange Lebensdauer der Anlage zu gewährleisten. Am Besten lässt sich das zusammen mit der periodischen Überprüfung der Heizungsanlage erledigen.
13. Ist der Kollektor gegen Beschädigung (Hagel, Blitz, Schnee) geschützt?
Alle marktgängigen Kollektoren sind mit einem hochbelastbaren Solarglas ausgestattet, das auch schwerem Hagel standhält.
Gegen Blitzschlag sollten die Kollektoren an die Blitzschutzanlage des Hauses angeschlossen werden.
Wenn die Kollektoren einem Qualitätstest nach der Europanorm EN 12975-2 unterzogen wurden, sind sie auf mindestens 1.000 Pa Druck geprüft, das entspricht ca. 10 bis 25 cm feuchtem Neuschnee am Kollektor. Die meisten Kollektoren halten ein Vielfaches davon aus, erst bei meterhohem Schneebelag kann es zu Glasbruch kommen.
Trotzdem muss die Solaranlage bei der Hausratsversicherung angemeldet werden.
14. Kann ich den Warmwasserboiler weiter verwenden?
Bei einer neuen Heizungsanlage wird gewöhnlich ein moderner Pufferspeicher als Energiezentrale eingebaut, der alle Aufgaben erledigt. Bei nachträglichem Einbau einer Solaranlage kann es aber durchaus von Vorteil sein, den bestehenden Warmwasserboiler in den Solarkreis zu integrieren.









